Schmerz im Zusammenhang sehen

Schmerz ist nicht sinnlos, er ist die Sprache unseres 100% zuverlässig funktionierenden Körpers, um uns auf Mißstände und Gefährdungen hinzuweisen. Jeder Knochen, jedes Gelenk, Muskeln, Gehirn, Organe, alles woraus wir bestehen ist das Resultat bestimmter Anforderungen, welche die Umwelt während unserer Millionen Jahre langen Evolution an uns stellte. Es ist logisch, daß unser Bewegungsapparat und alle körperlichen Prozesse dann optimal ablaufen, wenn wir unseren Körper so fordern, wie es seine Konstruktion vorgibt.

  • In den letzten 200 Jahren (ca. Beginn der industriellen Revolution) kam es zu einer drastischen Veränderung unseres Bewegungsumfangs. Seit dieser im Vergleich zu unserer Entstehungszeit (vor 35000 Jahren) geringen Zeitspanne schrumpft und verkümmert unsere Bewegungsintensität, welche schlußendlich in unserer Informationsgesellschaft gipfelt. Wir sitzen im Job, in der Schule, beim Essen, im Auto, … nur die Welt um uns herum bewegt sich.
  • Ist es dann so verwunderlich, wenn Schmerzen mit „unbekannter Herkunft“ immer rund um unsere Gelenke auftreten?
  • Liegt die Ursache für diese Schmerzen und all diese Probleme unseres Bewegungsapparates wie Gelenkverschleiß, Haltungsschäden, Bandscheibenvorfälle, in der noch nicht erfolgten Anpassung an ein völlig veränderten Bewegungsverhalten?

Schmerz – die Sprache unseres Körpers

Jeder kennt die Regel: „Höre auf Deinen Schmerz, laß das, was weh tut, sein!“

  • Dieses gilt für Verletzungen und Überbeanspruchung der Muskulatur, z.B. Zerrungen. Der gezerrte Muskel krampft in einer Schutzreaktion zusammen, der Körper sendet Schmerz um die Änderung des muskulären Gleichgewichtes anzuzeigen und dadurch entstehende Fehlbelastungen zu vermeiden. Erholt sich der gezerrte Muskel wieder, läßt der Schmerz immer weiter nach, bis der Normalzustand wieder hergestellt ist. Unterläßt man nach diesem Prinzip schmerzhafte Bewegungen, gibt man seinem Körper Zeit zu heilen und sich zu erholen.
  • Wie verhält es sich jedoch bei degenerativen Schmerzen, welche durch Zugluft, Streß ausgelöst werden oder überraschend aus dem Nichts auftauchen?


Ursächlich dafür ist dauerhaftes und antrainiertes Verkürzen von Muskeln durch fehlende oder einseitige Bewegung. Unterläßt man in diesem Fall die schmerzenden Bewegungen, gerät man in eine Negativspirale:

fehlende, einseitige Belastung verkürzt den Muskel –>   Schmerz entsteht –> Reduzierung d. Bewegung –> Muskel wird noch kürzer –> noch  mehr Schmerzen!

Bei degenerativen Schmerzen, funktioniert die „Sprache der Schmerzen“ also nicht mehr, denn es wird immer schlimmer, je mehr man dem Schmerz ausweicht, bis die Schädigungen, vor denen uns der Körper zu warnen versuchte, tatsächlich eingetreten und Körperteile irreversibel geschädigt sind. Die Ursache für diese Symptome sind ein meist über lange Zeit hinweg gestörtes muskuläres Gleichgewicht.

 

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