Zusammen trainieren

 

Frage: Warum werden die Ausbilder mit Sifu, Sihing, oder Sije (sprich “si-tschi”) angesprochen und was bedeutet das?

Sifu bedeutet etwa “väterlicher Lehrer”. Das ist ein traditioneller Ehrentitel, der vom Großmeister an verdiente und bewährte Ausbilder und Schulleiter verliehen werden kann. Damit wird sozusagen das Oberhaupt einer kleinen Kung-Fu-Familie gekennzeichnet. In unseren Schulen ist das Sifu Bodo.

Dieses traditionelle Familienmodell (früher wurden die geheimen Kampfkünste nur innerhalb der Familie und dem engsten Freundeskreis unterrichtet und weitergegeben) bedingt auch die Anrede Sihing, was soviel wie “älterer Kung-Fu-Bruder” bedeutet, gleiches gilt auch für Sije, was entsprechend die “ältere Kung-Fu-Schwester” wäre.

Die Ausbilder mit diesen Titeln anzusprechen, bringt zum Ausdruck, dass der Schüler/ die Schülerin bereit ist, von dem älteren (was die WT-Erfahrung betrifft) und damit erfahreneren Ausbilder zu lernen.

Frage: Warum verbeugt man sich zu Beginn und am Ende des Unterrichts vor 4 Portraits und wer sind die Leute da überhaupt?

Auf den Portraits sind in absteigender Reihenfolge die Großmeister Yip Man, Leung Ting und Keith R. Kernspecht zu sehen, gefolgt von Sifu Bodo. Diese Reihe stellt sozusagen die Ahnenreihe dar.

Die Verbeugung zu Beginn und am Ende hat wirklich nichts mit religiöser Verehrung zu tun, wie manchmal behauptet wird. Sich zu verbeugen hat im asiatischen Raum die Bedeutung eines Grußes, von Ehrung, Wertschätzung oder Dankbarkeit. Man könnte durchaus sagen, wir verbeugen uns, um uns bewusst zu machen, von wem wir WT lernen, zeigen Respekt und sagen dadurch einfach “Dankeschön”.

 

Frage: Gibt es eine Schulordnung? Kann ich irgendwo nachlesen, wie man sich so allgemein im Training verhält?

Ja, es gibt tatsächlich eine Schulordnung, die in jeder unserer Schulen aushängt und dort gelesen werden kann. Wir werden in Kürze hier nochmals die Inhalte bereitstellen.